Die Erdgasversorgung Europas – Herausforderungen und Perspektiven einer Energiedependenz im Wandel
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05398_2025_10-11_04
Die russische Invasion in die Ukraine führte zu extremen Verwerfungen auf den internationalen Energiemärkten. Europa, neben Asien die weltweit größte Importregion für Öl, Erdgas und Steinkohle, wurde dabei in besonderem Maße getroffen. Der hohe Erdgasverbrauch und die rückläufige heimische Produktion innerhalb der Union, führten in der Kombination mit der direkten Anbindung an die reichlichen russischen Gasreserven, zu einer besonderen Vulnerabilität gegenüber Lieferausfällen und einer Exponierung für die Effekte von Preisschocks. Hinzu kam durch den Verbleib limitierter, alternativer Einfuhrkapazitäten nach dem Ausfall der Lieferpfade für russisches Erdgas eine Flaschenhalswirkung und somit ein begrenztes, kurzfristiges Diversifizierungspotenzial. Die Prämissen eines Erdgasverbrauchs von 421 Mrd. m³ im Jahr 2021, bei einer gleichzeitigen Importabhängigkeit von über 90 % und einem Preisauftrieb mit Preisspitzen von 339 € per Megawattstunde (MWh) des Erdgashandelspreises an den europäischen Energiebörsen forderten eine erhebliche Kraftanstrengung. Die EU-Mitgliedsstaaten beschritten den Pfad einer massiven Steigerung ihrer LNG-Einfuhrkapazitäten, der Ausweitung Pipeline gebundener Erdgasimporte aus bestehenden Lieferregionen sowie Plänen zu gemeinschaftlichen Energieeinsparungen in der Union. 2025, drei Jahre nach den Versorgungsschocks des Jahres 2022 lässt sich konstatieren, dass die Europäische Union zwar die Situation gemeinsam bewältigen konnte, dennoch bleibt das Streben nach Diversifikation der europäischen Erdgasversorgung vielfach ein Abwägen im Wandel zwischen bestehenden und neuen Abhängigkeitsverhältnissen weit ab von dem Ziel einer krisensicheren Energiesouveränität.
| Autoren | Lukas Heuck, Mark-Alexander Kreysel und Hans-Wilhelm Schiffer |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 01.10.2025 |
| Format | |
| Verlag | Vulkan-Verlag GmbH |
| Seitenzahl | 8 |
| Titel | Die Erdgasversorgung Europas – Herausforderungen und Perspektiven einer Energiedependenz im Wandel |
| Beschreibung | Die russische Invasion in die Ukraine führte zu extremen Verwerfungen auf den internationalen Energiemärkten. Europa, neben Asien die weltweit größte Importregion für Öl, Erdgas und Steinkohle, wurde dabei in besonderem Maße getroffen. Der hohe Erdgasverbrauch und die rückläufige heimische Produktion innerhalb der Union, führten in der Kombination mit der direkten Anbindung an die reichlichen russischen Gasreserven, zu einer besonderen Vulnerabilität gegenüber Lieferausfällen und einer Exponierung für die Effekte von Preisschocks. Hinzu kam durch den Verbleib limitierter, alternativer Einfuhrkapazitäten nach dem Ausfall der Lieferpfade für russisches Erdgas eine Flaschenhalswirkung und somit ein begrenztes, kurzfristiges Diversifizierungspotenzial. Die Prämissen eines Erdgasverbrauchs von 421 Mrd. m³ im Jahr 2021, bei einer gleichzeitigen Importabhängigkeit von über 90 % und einem Preisauftrieb mit Preisspitzen von 339 € per Megawattstunde (MWh) des Erdgashandelspreises an den europäischen Energiebörsen forderten eine erhebliche Kraftanstrengung. Die EU-Mitgliedsstaaten beschritten den Pfad einer massiven Steigerung ihrer LNG-Einfuhrkapazitäten, der Ausweitung Pipeline gebundener Erdgasimporte aus bestehenden Lieferregionen sowie Plänen zu gemeinschaftlichen Energieeinsparungen in der Union. 2025, drei Jahre nach den Versorgungsschocks des Jahres 2022 lässt sich konstatieren, dass die Europäische Union zwar die Situation gemeinsam bewältigen konnte, dennoch bleibt das Streben nach Diversifikation der europäischen Erdgasversorgung vielfach ein Abwägen im Wandel zwischen bestehenden und neuen Abhängigkeitsverhältnissen weit ab von dem Ziel einer krisensicheren Energiesouveränität. |
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